Die Fussball-Weltmeisterschaften 2010 werden in Südafrika ausgetragen – und damit zum ersten Mal überhaupt in Afrika. Das Medieninteresse an diesem Ereignis ist enorm. Die Bedeutung von Fussball in Südafrika geht jedoch weit darüber hinaus. Fussball in Südafrika war in der Geschichte jahrzehntelang eine Arena der Ausgrenzung und des Protests gegen das Apartheid-Regime. Nach dem Ende der Apartheid bot Fussball eine Plattform, das nunmehr demokratische Land als „Regenbogennation“ zu feiern. Doch die Folgen der Apartheid zeichnen sich auch weiterhin in vielen Bereichen der südafrikanischen Sportlandschaft ab.

Mit dem Ausstellungsprojekt „Fields of Play. Fussball in Kapstadt – Eine Ausstellung des District Six Museums zu Fussballerinnerungen und Zwangsumsiedlung“ möchten wir eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Geschichte von Fussball in Südafrika fördern. 2008 eröffnete das District Six Museum in Kapstadt seine Dauerausstellung „Fields of Play. Football, Memories and Forced Removals in Cape Town“. Die Förderung der Carl Schlettwein Stiftung hat es ermöglicht, eine komprimierte Version dieser Ausstellung nach Basel zu bringen.

Das Projekt basiert auf einer Zusammenarbeit zwischen den Basler Afrika Bibliographien (BAB), dem Historischen Seminar der Universität Basel, dem District Six Museum und der University of the Western Cape. Im Rahmen einer Lehrveranstaltung unter Leitung von Susann Baller und Giorgio Miescher haben sich Studierende des Historischen Seminars der Universität Basel im Frühjahrs- und Herbstsemester 2009 nicht nur mit der Geschichte von Fussball in Afrika beschäftigt, sondern auch aktiv an der Übersetzung, Vermittlung und Gestaltung der Ausstellung in Basel mitgewirkt.

Die Ausstellung wurde am 21. Januar 2010 in den Räumen der Basler Afrika Bibliographien eröffnet und wird bis zum Finale der Weltmeisterschaften am 11. Juli 2010 laufen. Der Eintritt ist frei. Vom 28.-30. Januar 2010 fand eine vom Historischen Seminar, den Basler Afrika Bibliographien und dem International Centre for Sports Studies (Neuchâtel) organisierte Tagung zum Thema „Visualizing the Game. Global Perspectives on Football in Africa“ statt. Die Ausstellung wird durch ein von Studierenden des Historischen Seminars zusammengestelltes Kulturprogramm im Gare du Nord, wo seit 28. Januar 2010 eine parallele Satellitenausstellung mit dem Titel „Grossaufnahmen: Fussball in Kapstadt“ läuft, sowie durch Führungen und Veranstaltungen in den Räumen der Basler Afrika Bibliographien begleitet.

Bei Interesse an Führungen sowie für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: Susann Baller oder Giorgio Miescher